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RUHRAUTOe jetzt auch in Oberhausen

Vorstellung des Projektes RUHRAUTOe am Oberhausener Rathaus. (Foto: evo)Oberhausen macht das Quartett komplett: Als vierte Kommune beteiligt sich die Stadt mit Hilfe der Energieversorgung Oberhausen evo am Projekt RUHRAUTOe, einem Car-Sharing-Projekt mit Elektroautos. Für zunächst ein Jahr hat die evo die Patenschaft für einen Opel Ampera übernommen, der am Rathaus an der Schwartzstraße von jedem angemeldeten Nutzer ausgeliehen werden kann.

Eine Million Elektroautos sollen - laut Bundesregierung - bis zum Jahr 2020 auf Deutschlands Straßen fahren. Ob diese Zahl realistisch ist oder nicht: Der Mobilitätswandel ist unaufhaltsam. Besonders in Metropolregionen hat die Entwicklung von neuen Mobilitätssystemen gute Chancen, zum Beispiel auf der Basis von Car-Sharing-Modellen.

Umweltdezernentin Sabine Lauxen ist gespannt auf die Entwicklung am Standort Oberhausen: "Grundsätzlich begrüßt die Stadt diese kommunale Car-Sharing-Initiative für E-Mobile. Das Pilotprojekt zeigt, wie man schon heute die Mobilität der Zukunft emissionsfrei, lokal und bezahlbar aufbauen und in eine intelligente Energieversorgung investieren kann." Ausdrücklich sieht Sabine Lauxen in Projekten wie RUHRAUTOe keine Alternative oder Konkurrenz zu attraktiven Angeboten des Öffentlichen Personennahverkehrs. "Das ist eine sinnvolle Ergänzung."

RUHRAUTOe ist ein Car-Sharing-Projekt der Universität Duisburg-Essen (UDE), des Verkehrsverbunds RheinRuhr (VRR), der Vivawest Wohnen GmbH und der Drive-CarSharing GmbH. Das Gemeinschaftsprojekt startete - unter Federführung von Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer - im November des vergangenen Jahres in Essen und nimmt zurzeit in vielen Ruhrgebietsstädten rasant an Fahrt auf. 25 Stationen gibt es inzwischen im Ruhrgebiet und mehr als 400 Privatkunden und Firmenmitarbeiter sind aktuell mit den Elektroautos von RUHRAUTOe unterwegs.

Nach Essen, Gelsenkirchen und Bottrop ist Oberhausen ist nun als neuer Stützpunkt dazugekommen. Als weitere Partner sind Bochum, Dortmund und Duisburg im Gespräch.  "Wir freuen uns sehr, dass wir mit der evo einen weiteren starken Partner gewinnen konnten, der sich für unser RUHRAUTOe-Projekt begeistert und uns unterstützt", sagt Projektinitiator Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen. "Die Aufgeschlossenheit und das Engagement der evo für RUHRAUTOe war bisher beispielhaft", so Dudenhöffer weiter.

Bernd Homberg, technischer Vorstand der evo, ist von der Zukunft des Konzepts überzeugt: "Elektromobilität soll für die Oberhausener Bürger sichtbar und er'fahr'bar werden. Deswegen beteiligt sich die evo seit einigen Jahren am Aufbau einer bedarfsorientierten elektromobilen Infrastruktur für die Stadt. Wir möchten Elektrofahrzeuge auf Dauer in das Verkehrsnetz integrieren und damit zur Luftverbesserung vor Ort und langfristig zum Klimaschutz beitragen. Als Kooperationspartner von RUHRAUTOe können wir gemeinsam daran arbeiten, Elektromobilität alltagstauglich zu machen."

Und so funktioniert's: Nach der Online-Anmeldung erhält der Kunde die RUHRAUTOe-Card, mit der die Elektroautos reserviert, geöffnet und gefahren werden können. Nach der Nutzung werden sie einfach wieder an der Ladesäule abgestellt. Die Tarife beginnen bei 1,95 Euro pro Stunde für den Renault Twizy, 4,90 Euro pro Stunde kostet der E-Smart, 7,25 Euro der Opel Ampera. Alle weiteren Informationen unter www.ruhrauto-e.de.

E-Mobile zum Ausprobieren - Bürgertag am 8. Juni am Technischen Rathaus

Am 8. Juni haben Oberhausener Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, kostenlos E-Autos zu testen: Ab 10 Uhr stehen auf dem Platz vor dem Technischen Rathaus sechs Elektrofahrzeuge für Probefahrten bereit. Wählen kann man die Modelle Opel Ampera, Nissan Leaf, Renault Twizy und Smart electric drive.

In einer 5 x 5 m-Pagode des Projekts RUHRAUTOe können Interessierte sich anmelden. Zusätzlich gibt es Informationen zum Projekt und zum Thema Elektromobilität: Es liegen Flyer aus und Experten stehen für eine persönliche Beratung zur Verfügung. Auch die evo ist mit einem Informationsstand vor Ort. Die Veranstaltung endet um 17 Uhr.