ULF K. - Der Poet unter den Comic-Zeichnern
Vom 28. Oktober 2012 bis 13. Januar 2013 zeigt die LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen im Kleinen Schloss die Ausstellung Ulf K. – Der Poet unter den Comic- Zeichnern. Die Zeichnungen und Geschichten von Ulf K. sind leise, stimmen häufig melancholisch und haben einen tiefsinnigen und hintergründigen Humor. Dabei sind seine Figuren muntere kleine Wesen, wie sein jungenhaftes Alter Ego in den gerade erschienenen Erlebnissen zu „Dolomiti Jahre“.
Oder es sind dunkle Gesellen wie der Exlibris, wo im Zusammenhang mit Büchern auch nicht vor Serienmord zurückgeschreckt wird. Immer wieder taucht der Tod auf, schwermütig auf der Geige spielend oder ein Fischgerippe angelnd. Seit den 1990er Jahren publiziert Ulf K. zunächst im originellen Eigenverlag Ubu Imperator, dann bei internationalen Verlagen seine kleineren und größeren Geschichten. Schon früh kristallisiert sich ein eigener, unverkennbarer Figurenstil heraus. Die Ausstellung zeigt mit den frühen Zeichnungen deutlich die Entwicklung. Große Zeichner der frankobelgischen Tradition und die ligne claire spiegeln sich in sämtlichen Arbeiten.
In zahlreichen frühen, aber auch jüngeren Werken, zeichnet Ulf K. einen rein von der Umrisslinie und den zum Teil sehr harten, flächigen Schwarz-Weiß-Kontrasten lebenden Stil. Der kleine Büroangestellte Hieronymus B. träumt sich im Museum in das Bild einer schönen Frau, Titus von Götheborg widmet sich der Musik, der Mondgucker und Frau Luna erzählen Geschichten rund um den Himmel, den Mond und die Sterne. Die Liebe zieht sich wie ein romantischer roter Faden durch die poetischen Zeichnungen. Worte braucht der 1969 in Oberhausen geborene dazu nur selten, autobiografische Züge dagegen prägen viele seiner Figuren und Storys.
Neben den Comics und Comicstrips hat Ulf K. sich in den letzten Jahren auch als fantasievoller Illustrator von Kinderbüchern einen Namen gemacht. Zusammen mit Autoren wie Martin Baltscheit, Andreas Dierßen u.a. gibt er dem Kleinen Herrn Paul, dem Roboter Akkuratus oder dem Philosofisch ein Gesicht. Mit Lasse hat er eine Figur für die Kleinsten geschaffen. Die LUDWIGGALERIE zeigt erstmalig eine umfassende Einzelausstellung zum Werk dieses wichtigen und ungewöhnlichen Geschichtenerzählers.
Über 200 zum Teil kolorierte Zeichnungen und Drucke veranschaulichen die außerordentliche Dichte seines Werkes und holen den Besucherinnen und Besuchern die Sterne vom Himmel. Ein Katalogbuch begleitet die Präsentation.
Die Ausstellung wird durch die Peter und Irene Ludwig Stiftung, die Stadtsparkasse Oberhausen und WDR 3 Kulturpartner gefördert.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr, Montag geschlossen, 24., 25., 31. Dezember und 1. Januar geschlossen.
Eintritt: 6,50 Euro, ermäßigt 3,50 Euro, Familien (zwei
Erwachsene plus Kinder) 12 Euro.
Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen 9,50 Euro.
Öffentliche Führungen jeden Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr
Kuratorinnenführungen mit Dr. Christine Vogt,
Kuratorin der Ausstellung, jeweils Sonntag, 15 Uhr: 25. November, 16. Dezember, 13. Januar 2013; die Führungen sind kostenlos in Verbindung mit dem Museumseintritt.
Booklet Begleitheft zu MARILYN MONROE mit einem Beitrag von Christine Vogt, 4 Euro.
Es erscheint ein Katalog zu ULF K. - Der Poet unter den Comic-Zeichnern mit Beiträgen von Nina Dunkmann, Volker Hamann, Andreas Platthaus und Christine Vogt.
Die Ausstellung wird durch die Peter und Irene Ludwig Stiftung, die Stadtsparkasse Oberhausen und WDR 3 Kulturpartner gefördert.


